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Schluss mit „sich gut verkaufen“ – Bewerben Sie sich auf Augenhöhe!

von Nane Nebel

Mann und Frau schauen sich in die Augen
 

„Sie müssen sich nur besser verkaufen!“ Ein Satz, der sich hartnäckig hält. Doch genau das ist das Problem: Wer Bewerbungsprozesse mit Verkaufsgesprächen verwechselt, verkennt die Realität auf dem Führungskräftemarkt. Es geht nicht ums Anpreisen und Sich-Anpassen, sondern um eine fundierte, wechselseitige Passung. Und die braucht vor allem eins: Augenhöhe!

>> Respekt statt Anbiedern.

Die Idee, Bewerbende müssten sich nur gut verkaufen, ist nicht nur veraltet, sondern auch kontraproduktiv. Wer ernsthaft gute Führungskräfte sucht, sollte ihnen mit Respekt begegnen – nicht mit Misstrauen oder Dominanz. Denn auf dem Markt für Führungspositionen gilt: Angebot und Nachfrage bewegen sich frei. Kein Unternehmen ist alternativlos, und keine Kandidatin unersetzlich.

Wenn Sie meinen, sich verkaufen zu müssen, sollten Sie sich fragen: „Wem gehöre ich, wenn ich verkauft bin?“ Ein Verkauf ist ein Eigentumsübergang. Und nach dem Verkauf müssen Sie über lange Zeit die Eigenschaften vorweisen, die Sie im Bewerbungsprozess angepriesen haben, aber doch nicht wirklich haben oder mögen. Was zählt, ist gegenseitiger Respekt und Ehrlichkeit als Basis für eine tragfähige Zusammenarbeit.

>> Motivation ist keine Einbahnstraße.

Ein beliebtes Ritual ist immer noch: „Bitte reichen Sie ein Motivationsschreiben ein.“ Doch warum eigentlich? Woher sollen Sie vor dem ersten Gespräch wissen, ob das Unternehmen wirklich zu Ihrem Profil passt? Und weshalb sollten Sie eine Bewerbung mit einem vorauseilenden Bekenntnis garnieren, ohne die Menschen, Kultur und Aufgaben wirklich zu kennen?

Drehen Sie den Spieß ruhig – zumindest gedanklich - um: „Was ist Ihre Motivation, mit mir ins Gespräch zu gehen?“ Eine legitime Frage, die im realen Gespräch Augenhöhe schafft und wertvolle Einblicke liefert.

>> Passung rausfinden.

Wenn im ersten Gespräch Fragen kommen wie „Warum sind Sie der oder die Richtige für uns?“, ist ein selbstbewusstes „Genau das wollen wir doch gemeinsam herausfinden“ oft der beste Weg. Sie dürfen sich nicht in die Defensive drängen lassen – erst recht nicht in frühen Gesprächsphasen, in denen viele wichtige Informationen noch fehlen. Führungskräfte, die auf Augenhöhe agieren, suchen keine Bühne zur Selbstdarstellung, sondern einen Ort, an dem sie wirksam sein können.

Wer als Manager Verantwortung übernehmen soll, muss wissen, wie das Gegenüber tickt: Wie trifft das Unternehmen Entscheidungen? Wie geht es mit Fehlern um? Wie definiert es Erfolg? Diese Fragen helfen, kulturelle Passung und strategische Perspektiven zu erkennen – oder eben auch nicht. Und sie dürfen gestellt werden. Nein – sie müssen gestellt werden.

Denn Fehlentscheidungen auf Führungsebene sind teuer für beide Seiten. Der persönliche Schaden einer übereilten Zusage ist enorm – vor allem, wenn die Probezeit zum Stolperstein wird.

>> Augenhöhe ist kein Luxus – sondern Voraussetzung.

Augenhöhe heißt nicht Arroganz. Augenhöhe heißt, sich gegenseitig ernst zu nehmen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, kritische Fragen zu stellen und selbst solche zu beantworten. Wenn Sie eingeladen wurden, dürfen Sie fragen: „Was hat Sie an meinem Profil besonders angesprochen?“ Wer das tut, signalisiert Selbstbewusstsein, Haltung und Interesse – und genau das brauchen Unternehmen, die Zukunft gestalten wollen.

 

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